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Oamarus Pinguine und Geschichten die das Hitchhiken schreibt

Da es genauso schön wie gestern werden sollte hab ich mir gleich mal eine kurze Hose angezogen. Heute war nämlich auch Waschtag. Und was passiert? Ich vergas die Hälfte mit zu waschen. Echt toll. Am heutigen Tage wollte ich nur in die Bibliothek und ein wenig meine weitere Reise zu planen. Zumindest so grob. Und natürlich nach dem Kochbuch zu suchen. Welches ich auch nach minutenlanger Suche gefunden habe. Jede Seite habe ich abfotografiert. 48 Seiten :D

Da Bibi Probleme mit meinem Blog hat, habe ich nachgeforscht was es damit auf sich hat. Im offiziellen Support Forum des Entwicklers wurde ich dann auch gleich fündig. Es scheinen auch andere Probleme zu haben. Es soll wohl an irgendeinem Update von Chrome liegen. Die Entwickler arbeiten schon an einer Lösung und wollen die Korrektur so schnell wie möglich veröffentlichen. Also noch ein bisschen Geduld liebe Bibi :) (Hat sich ja inzwischen erledigt) Jedenfalls habe ich meine weitere Reise nicht geplant :D Komme was wolle. Den Abend habe ich mit einer langen Leserunde ausklingen lassen. Es tat gut länger an einem Ort zu verweilen.

Es gibt so Tage an denen ich wieder das Bedürfnis spüre zurück nach Hause zu wollen. Ich schwanke echt jeden Tag zwischen ich liebe es hier zu sein und ich mag nicht länger hier bleiben. Krass, oder? Geht euch das auch so?

Für meine letzte Nacht in Dunedin musste ich das Zimmer wechseln. Denn heute soll eine Schulklasse mit 36 Mädels hier im Hostel aufschlagen. Da wird leider mein Zimmer benötigt. Na ja schlafe ich jetzt halt in einem 5er Zimmer für 20$ anstatt den regulären 28$. Hab doch heute im Supermarkt drei große 220 Gramm Tafeln Cadbury Schokolade für je 2$ gekauft. Das ist dort spottbillig. Die kosten normalerweise um die 4$ pro Stück. Die erste Tafel mit Honigstücken hab ich doch gleich verschlungen. Die sind echt lecker. Bei den Veggie Boys gibt es günstige Äpfel für je 99ct das Kilo und Pilze für 69ct. So langsam fallen hier die Preise von Tag zu Tag. Bananen gibt es für 1.99$ das Kilo. Den restlichen Tag habe ich dann mit Tagebuchschreiben verbracht. Hatte einige Tage nachzuholen.

Abschied aus Dunedin

Alan, der Hostel Manager, versprach mir gleich dass er auf jeden fall ein leeres Bett für mich hat, falls ich je wieder zurück nach Dunedin kommen sollte. HA HA. Heute war es ein Abschied mit einem traurigen Lächeln. Hier hat es mir echt gut gefallen. Vielleicht komme ich doch irgendwann mal wieder zurück. Und ich freue mich darauf weiterzuziehen. Meine Reise durch ein Land fortzusetzen welches so viele gegensätzliche Gesichter hat, welche man gar nicht alle aufzählen kann. Trockenes Land wechselt sich mit grünem ab. Sandstrände von denen man die mit Schnee bedeckten Berge sehen kann. Es ist schon einzigartig.

Hitchhiken

Der Tag heute ist auch ein ganz besonderer für mich. Heute werde ich zum ersten Mal alleine durchs Land hitchhiken. Es soll weiter nach Oamaru gehen. Erst mal muss ich komplett Dunedin durchqueren um ans Ende der Stadt zu gelangen. Ich wollte kurz vor dem Highway, also der Schnellstraße, den Daumen rausstrecken. Als ich da dann so ne Weile stand und ein Auto nach dem anderen an mir vorbei fahren sah, dachte ich mir, vielleicht sollte ich doch noch ein Schild basteln. Ein Auto, dann noch eines und noch eines und noch eines und noch viele mehr. Da schwirren einem schon Gedanken durch den Kopf, wie bequem es doch ist ein Auto zu haben oder mit dem Bus zu fahren. Plötzlich riss mich ein Bremsgeräusch aus meinen Tagträumen. Da hält doch tatsächlich ein junger Bursch mit einem flotten Auto vor meiner Nase und fragt wo es hin gehen soll. Oamaru war meine Antwort. So weit fahre er zwar nicht, aber er könnte mich das Stück bis nach Palmerston mitnehmen. Ist ungefähr ne Stunde Fahrt von Dunedin aus und die halbe Strecke nach Oamaru. Musste also doch nur um die 15 Minuten bis zu meinem ersten Lift warten. Ich schmiss meinen großen Rucksack in den winzigen Kofferraum. Er passte gerade noch so rein. Den Rest habe ich mit vorne reingenommen. Was macht man nun in einem fremden Auto, neben einem fremden Menschen? Keine Ahnung :D Erstmal ein wenig Smalltalk. Wer kommt wo her. Wo will man denn hin. Wie heißt man und so Zeug. Ich glaube die Neuseeländer kennen in Deutschland nur Bayern und die Autobahn. Für die ist Bayern und ihr Oktoberfest ganz Deutschland :D Warum ist für jeden das Oktoberfest so toll? Werde ich nie verstehen. Als das Thema mit den Autobahnen in Deutschland aufkam fragt er mich ob man da echt so schnell fahren darf wie man will und ob ich das doch tatsächlich mal gemacht habe. Klaro hab ich zu beidem gesagt. Er war irgendwie ganz erstaunt :D In Palmerston hat er mich dann an der Tankstelle rausgeschmissen. Dort musste ich dann fast ne ganze Stunde auf das nächste Auto warten das mich mitnimmt. Echt ne lange Zeit. Ein Daumen kann nach einer langen Zeit ganz schön schwer werden, das glaubt man gar nicht :D Und echt viele Autos die da an einem vorbei fahren. Hab irgendwann aufgehört zu zählen weil es mit der Zeit langweilig wurde. Mitgenommen hat mich dann eine junge Dame, die gerade Urlaub hat und auf dem Weg nach Winchester war. Da musste ich doch gleich an die Serie Supernatural denken. Da heißen die Hauptpersonen so, Sam und Dean Winchester. Wenn sie dann mal nicht Urlaub macht, arbeitet sie auf einer Schaffarm. Mit ihr konnte ich zum Glück direkt bis nach Oamaru fahren, denn Winchester liegt kurz danach. War ne echt witzig Fahrt. Unter anderem auch weil sie so einen richtig ländlichen Akzent hatte und ich des Öfteren nachhaken musste :D

Oamaru

In Oamaru angekommen hat es mich gleich mal von den Socken gerissen. Es kam mir vor wie wenn ich in einer anderen Welt gelandet bin. Es sah atemberaubend aus. Der ganze Stil der Häuser. Alle Häuser im viktorianischen Stil gehalten. Der Stil gefällt mir echt gut. Ja okay ich bin in der Altstadt gelandet, der Rest von Oamaru sieht aus wie jede neuseeländische Stadt. Ihr müsst euch unbedingt die Bilder reinziehen. Da ich wie immer kein Hostel vorab gebucht hatte, bin ich gleich zum nächstbesten um die Ecke gelaufen. Empire Hotel Backpackers heißt es. Das Gebäude war ursprünglich vor Jahrzehnten mal die Bar des angrenzenden Hotels, welches jetzt der Sitz einer Bank ist. Richtig chillig hier, mit Kamin in der Lounge. Sofas zum rumlungern. Große Küche. Und es war im Hostel überhaupt nichts los. Ich kam mir vor wie der letzte Mensch auf Erden. Bin dann, wie immer wenn ich gerade in einer neuen Stadt bin, erstmal los die Stadt erkunden. Die Geschäfte machen hier auch schon um 17Uhr zu. Ja, außer der Supermarkt, der um 21 Uhr. Hab mir dann noch von der Hostel Managerin tolle Sachen auf der Stadtkarte zeigen lassen. Wie der Zufall es will ist dieses Wochenende gerade ein Jazzfestival. In jeder Bar ist Live Musik angesagt. Ganz witzig.

Oamaru die Pinguinstadt. So wird sie auch genannt. Da laufen die Pinguine auch schonmal mitten im Ort auf der Straße rum. Das hab ich leider noch nicht gesehen. Bin dann natürlich Abends gleich mal losgezogen zum Hafen. Dort soll man die Pinguine ja sehen wenn sie zurück zu ihren Schlafplätzen kommen. Normalerweise kostet der Abschnitte Eintritt. Aber wenn man Glück hat kann man wenige Meter vor der Schranke auch schon welche sehen. Kaum fünf Minuten da und schon kamen die ersten kleinen blauen Pinguine am Anlegedock an. Obwohl ich die Art von Pinguinen schon auf Stewart Island gesehen habe ist es doch jedes mal von neuem faszinierend diesen kleinen Tierchen beim Landgang zuzuschauen. Ist schon putzig wie sie da so stehen. Fotos sind ja bei Dunkelheit ja immer so eine Sache. Vor allem da man ja zum Schutz der Tiere keinen Blitz benutzen sollte.

Pinguine. Wo sind die Pinguine?

Pinguine. Wo sind die Pinguine?

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