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Mueller Hut oder frühstücken bei Sonnenaufgang

Wir schreiben den 27. Februar im Jahre 2014 und folgendes habe ich heute erlebt liebes Tagebuch.

Um 6 Uhr klingelt der Wecker. Arschkalt wars, sag ich euch. Langsam mein Zelt abgebaut. Mattias schlief noch als ich zu Daves Auto lief. Dave sprang gerade aus dem Auto als ich bei ihm ankam. Er hat ja die letzten zwei Tage im Auto gepennt. Hat mich gleich gefragt ob ich Tee möchte. Ja ja, die Engländer halt :D Klaro hab ich gesagt :D Währenddessen entschied ich mich doch dafür den kleinen Rucksack, anstatt den großen mitzunehmen. Was sich später als kluge Entscheidung herausstellte. So hieß es also den großen Rucksack leer räumen und alles in den kleinen reinzupacken. So wenig wie möglich, so viel wie nötig war die Devise. Frühstücken wollten wir unterwegs.

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Um kurz nach sieben gings dann auch los. Drei Stunden gnadenloser Aufstieg. Von Mattias konnten wir uns leider nicht mehr richtig verabschieden, da er noch schlief. Aber wir hatte es ja schon vorsorglich gestern Abend gemacht. Das waren die bisher härtesten drei Stunden meines Wandererlebens. Zuerst um die 2000 Stufen emporsteigen. Durch Felsklüfte klettern bis wir dann beim Pass oben angekommen waren. Von jetzt auf nacher windete es so stark, dass ich fast davon geflogen bin. Das war mal richtig krass. Wir mussten noch um den Berg herumklettern und durch Schneefelder laufen bis wir dann bei der Miller Hut angekommen sind.

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Boah meine Klamotten waren klatschnass. Zum Glück hab ich ein zweites T-Shirt eingepackt.

Verdammt anstrengend wars. Dave hat gleich mal den Gasherd inspiziert um Teewasser aufzusetzen. Während wir dem Gitarrenspiel eines anderen Wanderers zuhörten schlürften wir unseren heißen Tee. Die Hütte hatte eine eigene Gitarre für Gäste :D

 

Nach einer Weile machten wir uns an den Abstieg. Es lagen weitere drei anstrengende Stunden abwärts vor uns. Brauchten zum Glück nur 1.5 Stunden bis wir beim Auto waren.

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Dann gabs erstmal fett Mittagessen. Reis mit Tuna und Salat. Nun war es an der Zeit nach Wanaka zu fahren. Unsere nächste Station auf dem Weg nach Te Anau. In Te Anau wollen wir ja gemeinsam den Kepler Track  laufen.

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Auf der Fahrt nach Wanaka haben wir in weiser Voraussicht die Hostels durchtelefoniert. Beim vierten Hostel, dem Matterhorn South, hatten wir Glück und konnten noch die letzten zwei Schlafplätze reservieren. Wenn wir bis 17 Uhr eintreffen gehören sie uns. Das war dann ein Wettlauf gegen die Zeit. Um 17 Uhr waren wir noch ungefähr 15 Minuten von Wanaka entfernt. Ich hab dann beim Hostel angerufen, ihnen gesagt dass wir in 15 Minuten bei ihnen sind und sie ja nicht die Betten vergeben sollen, sonst rastet Dave hier noch aus und bekommt nen Herzkasper :D Ging zum Glück alles klar und ich musste nicht den Notarzt rufen :D Zwar nächtigten wir in verschiedenen Zimmern aber das war ja egal. Hauptsache ein Bett zum schlafen.

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Ich glaube in dem Hostel sprechen alle um mich herum eine Sprache die ich noch nie gehört hatte. Jetzt weiß ich wie sich Dave in einem Hostel voller Deutscher gefühlt hat :D Nun sitze ich hier auf einer gemütlichen Couch im Wohnzimmer und schreibe lauter komische Sachen in mein Tagebuch. Dave tatschte solang auf meinem Smartphone rum. Inzwischen konnte ich auch enträtseln um was es sich für einen Sprache handelte. Wir sind in einem Hostel voller israelischer Leute gelandet :D

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