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Gefährlich, Lebensgefährlich, Arthur’s Pass: Harman Pass Route

Nachdem Dave das Auto vom Österreicher Patrick gekauft hatte, ich wurde auserkoren 2300 NZD nachzuzählen, fuhren wir los. Da fährt man dann erstmal durch eine karge Landschaft bis es dann grüner und grüner wird. Mann ist das hier ne Landschaft.

 

Erinnert mich an die Alpen und an das Allgäu. Es wurde immer windiger. Bei einem kleinen Essenszwischenstop auf einem kleinen Parkplatz  flog uns schon alles davon.

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Am Arthurs Pass angekommen, suchten wir erstmal den Campingplatz. Der Ort ist ja nicht groß. Fünf Häuser waren es bestimmt :) Da kennt auch jeder jeden.

Nun musste ich zum ersten Mal mein Zelt aufstellen. Das war eine lange Tortur. Die Beschreibung war nicht grade die beste und die Heringe ohne Hammer in den Boden zu rammen war auch nicht besser. Naja zum Glück hab ich noch einen Stein gefunden, damit ging es dann schon besser. Nachdem das Zelt dann endlich stand, haben Dave und ich es uns erstmal in der Hütte neben dem Campingplatz auf den Holzbänken gemütlich gemacht.

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Aßen Porridge (Haferflocken gekocht mit Rosinen und noch so Zeug), tranken englischen Tee :D

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Trotz meines echt schlechten und gebrochenen Englisch, verständigten wir uns irgendwie mit Händen und Füßen HAHAHA.

Und nun komm ich zur ersten Nacht in meinem neuen Zelt und meinem neuen Schlafsack. Was denkt Ihr? Wie wars wohl? Ich lüfte das Geheimnis. Ich hab am Anfang so geschwitzt, dass ich erstmal alles ausgezogen hatte was ich anhatte. Irgendwann hats dann angefangen zu regnen und heftig zu winden. Da war es mir dann doch ein wenig kalt. Aber alles in allem war die erste Nacht okay. Oh, da hab ich dann mal wieder aufs Handy geschaut und gesehen dass es aus war. Schnell den anderen Akku rein und versucht anzumachen. Ging auch nichts. Zum Glück gibts ja in der Hütte ne Steckdose dachte ich mir. Doch die funktionierte irgendwie auch nicht. Hmm blöd, dann muss ich halt mal ne Weile ohne Handy auskommen. Es soll wohl hier den ganzen Morgen regnen. Mal schauen was wir machen. Jetzt erstmal frühstücken.

Zur Mittagszeit hats endlich aufgehört zu regnen. Das haben wir gleich mal ausgenützt um kurz beim DOC (Department of Conservation, die sind für die ganzen Wanderwege, Hütten und Wildtiere zuständig) reinzuschauen. Haben uns dann die Hüttentickets für unsere 4 Tagestour gekauft. Harman Pass Route heißt die Tour die wir laufen wollen. Da die Sonne sich gezeigt hat, haben wir noch eine kleine zwei Stunden Wanderung zu dem nahegelegenen Wasserfall Devils Punchbowl um die Ecke gemacht. Es war richtig richtig schön dort.

 

Als wir zurückkamen gabs mal wieder so einen witzigen Moment, plötzlich stieg nämlich Mattias, der Schwede aus Christchurch, aus einem Auto aus. Kleine Welt was :D Nach reichlicher Überlegung hat er sich entschlossen mit uns die Tour zu laufen. Drei stahlharte Männer auf einem Wandertrip durchs Niemandsland. Das wird ein Spaß.

Wir wollte ja eigentlich morgen, dem 19. Februar aufbrechen, doch Dave fiel ein, dass er am 19. Februar ein wichtiges Vorstellungsgespräch um 17 Uhr übers Handy hat. Da braucht er natürlich Empfang und das gibts bestimmt auf dem Track nicht :D Also entschieden wir noch einen Tag mit der Tour zu warten. So blieb uns nichts anderes übrig als am nächsten Tag nur kleine kurze Wanderungen zu machen. Wir ärmsten :D Dave und ich machten uns auf den Weg ins Bealey Valley. Drei Stunden hin und zurück. Es war atemberaubend schön.#

 

Trockenes Gras wechselte sich mit Dschungel Atmosphäre ab.

 

Es war ein schöner leichter Wanderweg mit einem Ende bei einem schönen Gebirgsbach. Wow das Wasser dort ist richtig blau und klar.

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Hier haben wir dann erstmal Rast gemacht.  Haben viel über seine Reisen auf der Welt geredet. Seine früherer Arbeit auf einer Farm zu Hause in England. Man lernt sich so langsam kennen. Jeder auf seine eigene Art.

Zurück beim Campingplatz, gingen wir nochmals zum DOC um uns dort für die Wetteraussichten über die nächsten Tage zu informieren. Scheint zumindest für die ersten zwei Tage super sonnig werden. Die zwei restlichen der vier Tage soll es wohl ein wenig regnen. Dave hat übrigens den Job, für den er vorgesprochen hatte, bekommen. Ist auf einem Weingut in Blenheim. Voraussichtlich für ein ganzes Jahr. Die Engländer haben doch tatsächlich ein zwei Jahres Working Holiday Visum. Kopfschüttel.

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