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Der Queen Charlotte Track in den Marlborough Sounds

Um 7.30 Uhr war einchecken für das Wassertaxi angesagt. Eine Stunde Fahrt bis zur Ship Cove, dem Startpunkt des Queen Charlotte Track. Dies war auch die Bucht in der der britische Seefahrer und Entdecker James Cook oft sein Hauptquartier für weitere Erkundungen aufgeschlagen hatte.

Erster Tag

Neun Stunden, 29.5 km hab ich vor mir.

Sieben Stunden habe ich nur gebraucht. Wahnsinnig tolle Landschaft. Heute möchte ich nicht viel schreiben sondern mehr Bilder zeigen. Es war auf jedenfall ein sehr anstrengender Tag mit all dem schweren Gepäck.

Gezeltet hab ich fast direkt am Wasser in einer schönen Bucht. Abends ist dann noch die deutsche Laura aufgetaucht. Sie läuft den kompletten Track in vier Tagen.

Bin heute sehr früh ins Bett. Meine Füsse waren am Ende.

Zweiter Tag

Nasses Zelt abgebaut. Großes Nahrhaftes Frühstück und schon gings los. Heute hab ich 25 km vor mir. Laut Plan acht Stunden. Geschafft in sieben. Leider musste man das Regenwasser, das es unterwegs in den Hütten gab, kochen. So musste ich mal eine längere Pause einlegen um das Wasser abkühlen zu lassen. Na ja Pause für meine Füße. Auch gut.

Angekommen im Camp Bay Campingplatz. Diesmal das Zelt direkt am Strand aufgeschlagen. Mit direkter Aussicht auf den Sound. Dort kann man sogar Muscheln im Wasser aufsammeln zum kochen und verspeisen. Die Nacht war angenehm warm.

Dritter Tag

Letzter Abschnitt des Queen Charlotte Tracks. 21 km, 8 Stunden. Geschafft in 5-6 Stunden. Krass. Hätte nicht gedacht dass ich so flott mit dem schweren Gepäck bin.

Heute war ein Tag, an dem ich doch tatsächlich so vielen Leuten begegnet bin wie sonst auf dem ganzen Track nicht. Und auch so vielen Mountainbikefahrern. Zwei Schulklassen die ich überholt habe. Ein junges Mädel hat mich gefragt wie ich das schaffe. Mit dem schweren Rucksack. Ich hab ihr dann gesagt: Mind over body. Also frei übersetzt heißt das „Kopfsache“.

An einer Hütte bin ich einer Gruppe von älteren Wanderen begegnet. Die haben mir doch tatsächlich ein Sandwich angeboten . Weil ich ja noch soviel Weg vor mir habe. Den Abschnitt heute fand ich echt den härtesten von allen. Zum einen weil man direkt vom Campingplatz gleich mal 400m Höhenunterschied hinter sich bringen musste. Hört sich jetzt nicht so schlimm an. Ich fands anstrengend.

Endlich hab ich es nach fünf Stunden laufen bis zum Ende geschafft. Ich habe es geschafft. Nun musste ich nur noch ins Hostel hitchhiken.

Der Queen Charlotte Track in den Marlborough Sounds_42

Picton 21 km nach links

Das stellte sich als schwerer dar als gedacht. Zum einen weil so wenig los war. Zum einen weil mich niemand mitgenommen hat. :D Nach über einer Stunde warten hat mich dann ein Pärchen Deutscher mit nach Picton mitgenommen. YES

Boah meine Füsse. Im Hostel erstmal mein Zeug gewaschen und mich in den Spa Pool gelegt und die Zeit genossen. Zur Feier des Tages hab ich mir Fish & Chips gegönnt. Hab dort auch noch ein paar Deutsche kennengelernt, mit denen ich dann an der Feuerstelle den Abend verbracht habe.

Meine Füße sind echt noch fertig von den letzten Tagen. Deswegen gönne ich ihnen  heute einen richtig ruhigen Tag. Kein Wandern und dergleichen. Da ich mitbekommen habe, dass es in Picton eine Bäckerei gibt die richtiges Brot herstellt, wollte ich dort gleich mal hin laufen. Wie war das mit dem ruhigen Tag. Oh, da gabs mal ne riesen Auswahl. Ich gönnte mir einen Hühnchen Camembert Pie. Richtig Lecker. Entspannt legte ich mich in den kleinen Park am Hafen und genoss meinen Kuchen.

Nach einer Weile machte ich mich auf ins Hostel zurück. Dort traf ich auf einen Österreicher der über einen Zeitraum von zwei Wochen die Südinsel sehen möchte. Haben ein bisschen über Neuseeland und seine schönen Plätze geredet. Später am Abend hab ich mir noch einen Burger gegönnt. Ja ich weiß, aber man gönnt sich ja sonst nichts. Man spürt in letzter Zeit schon, dass die Abende immer kälter werden. Ist ja auch schon Herbst.

Morgen gehts dann weiter nach Nelson, der angeblich sonnenreichsten Stadt Neuseelands. Na da bin ich ja mal gespannt.

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